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DRK
 DRK-Landesverband Brandenburg e.V.
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Sozialarbeit: Willkommenskultur mit Herz und Verstand
Viele der Flüchtlinge haben Schlimmes erlebt und sehen gleichzeig einer ungewissen Zukunft entgegen. Hinzu kommt, dass Asylsuchende in Deutschland die ersten drei Monate ihres Aufenthalts gar nicht arbeiten dürfen, danach lange Zeit nur eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, dass die Flüchtlinge Aufgaben haben und Unterstützung erhalten, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Deshalb ist die Sozialarbeit ein wichtiges Anliegen des DRK – Angebote, die die Verständigung fördern, einen Sinn geben und den Tag strukturieren.
Daher hat das Team Sozialarbeit des DRK-Landesverbandes Brandenburg e.V. ein Konzept für eine niedrigschwellige soziale Betreuung in den Erstaufnahmeeinrichtungen entwickelt.
Im Mittelpunkt der sozialen Betreuung steht die Aufgabe, eine freundliche und familiäre Atmosphäre zu schaffen.

Die sozialen Betreuungskräfte begrüßen neue Bewohner, begleiten sie bei ihrem Ankunftsprozess und sind für die Fragestellungen der Bewohner während ihres Aufenthaltes erste Ansprechpartner.
Das DRK bietet Willkommenskurse an, mit deren Hilfe die Asylsuchenden Einblicke in unsere Kultur und Lebensweise erhalten. Die in den Deutschkursen des DRK erlernten Sprachkenntnisse geben den Flüchtlingen etwas Eigenständigkeit zurück und helfen ihnen mit Einheimischen in Kontakt zu treten. In jeder Unterkunft gibt es auch einen Aufenthaltsraum mit Büchern und Spielen – Brettspiele, Kicker oder Tischtennis, manchmal sogar gespendete Instrumente. Dort können sich die Menschen austauschen und gemeinsam Zeit verbringen.
Für die Kinder wurden Spielzimmer eingerichtet, geschulte Pädagogen fördern spielerisch die Integration der Kinder.
In hauseigenen Fahrradwerkstätten in Eisenhüttenstadt-Unterschleuse, Potsdam und Doberlug-Kirchhain reparieren die Bewohner gebrauchte Zweiräder mit denen sie dann anschließend über das Gelände oder in die Stadt rein fahren. Die sozialen und Freizeitangebote sind damit aber nicht ausgeschöpft: Auch Begegnungscafés, Schwimmkurse oder Kinderturnen können Flüchtlinge besuchen, Sportvereine und Chöre bieten Kooperationen an. Lokale Flüchtlingsinitiativen engagieren sich in den Unterkünften, um den Bewohnern Abwechslung zu bieten und ihnen die Eingewöhnung zu erleichtern. In Potsdam zum Beispiel gibt es Malkurse für die Kinder in der Unterkunft, in Doberlug-Kirchhain werden Fußballturniere oder Tee-Ausschank auf dem Weihnachtsmarkt organisiert, in Ferch treffen sich die Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft regelmäßig mit den Nachbarkindern zum spielen und in Eisenhüttenstadt werden Bastelnachmittage veranstaltet und praktischer Deutschunterricht beim Einkaufen angeboten.

Beratung und Integration

In den DRK-Flüchtlingsberatungsstellen finden die Flüchtlinge Unterstützung in allen Fragen rund um das Asylverfahren. Die Beraterinnen und Berater helfen den Schutzsuchenden zudem, sich in Deutschland zu orientieren und zum Beispiel eine Wohnung zu finden, ärztliche Behandlung zu erhalten oder aber bei Fragen zum Schulbesuch. Anerkannten Flüchtlingen ist es zudem möglich, die Migrationsberatung zu besuchen. Die Migrationsberatung vermittelt den Zugang zu Integrationskursen und sorgt nach Möglichkeit auch für eine Kinderbetreuung während der Teilnahme. Zudem erhalten die Flüchtlinge dort Unterstützung in Sachen Sprache, Bildung und Ausbildung, Arbeit und Beruf sowie Sozialleistungen.

In der Ausgabe 1-2015 des Brandenbuger Rotkreuz Magazins finden Sie auf der Seite 8 einen Artikel zur Migrationsberatung. » Artikel lesen

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© Fotos: Jarkko Mikkonen Finnisch Red Cross (1), Iris Möker