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Aufatmen nach der Flucht: Die Erstaufnahmeeinrichtungen
Flüchtlinge, die Deutschland erreicht haben können einen Antrag auf Asyl stellen und kommen – nach dem Königssteiner Schlüssel verteilt auf die einzelnen Bundesländer – in eine Erstaufnahmeeinrichtung. Dort können sie zunächst bleiben und sich etwas von ihrer oft kräftezehrenden Flucht erholen. In den Erstunterkünften erhalten die Schutzsuchenden auch medizinische Hilfe, Verpflegung und Hygieneartikel. Zur Strukturierung und Bewältigung des Alltags bieten Sozialarbeiter des DRK gemeinsam mit örtlichen Initiativen und Vereinen den Bewohnern vielfältige Angebote vom Deutschkurs bis zur Fahrradwerkstatt und Sportkursen an.
Das DRK hat den Zuschlag für den Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Brandenburg erhalten. Dem waren öffentliche Ausschreibungen vorausgegangen, auf die sich das DRK mit umfangreichen Konzepten beworben hat. Im Dezember 2015 hat die gemeinnützige GmbH DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg die Erstaufnahmestellen in Doberlug-Kirchhain, Potsdam, Wünsdorf und Ferch übernommen. Die Bietergemeinschaft, der die DRK-Kreisverbände Fläming-Spreewald und Märkisch-Oder-Havel-Spree sowie der Landesverband angehören, betreibt seit dem 1. Februar die Erstaufnahmeeinrichtung Eisenhüttenstadt mit ihren Außenstellen in Frankfurt/ Oder und Eisenhüttenstadt.

Eisenhüttenstadt:
In Eisenhüttenstadt-Unterschleuse wurden Ende Juli Zelte für 500 Flüchtlinge errichtet, die im Oktober durch Leichtbauhallen ersetzt wurden. Die Kapazität wurde 1000 Plätze erweitert.
Sozialarbeiter des DRK haben gemeinsam mit dem Verein „Hütte stellt sich quer“ vielfältige Angebote für die Flüchtlinge erarbeitet, um ihren Tagesablauf zu strukturieren und ihnen frühzeitig die Möglichkeit zu geben, Deutsch zu lernen. Allein in der Notunterkunft Unterschleuse zählte das DRK von Ende Juli 2015 bis Ende Januar 2016 44.000 Übernachtungen. Der Notbetrieb endete am 31. Januar 2016, der Standort Unterschleuse ist ein Außenstandort der Erstaufnahmeeinrichtung Poststraße, die seit dem 1. Februar vom DRK betrieben wird.

Doberlug-Kirchhain:
Ein Männerwohnheim bietet Platz für über 400 Flüchtlinge, die beheizbaren Bundeswehrzelte bleiben als Notreserve aufgebaut. Weitere Gebäude der ehemaligen Lausitzkaserne werden 2016 renoviert, so dass dann insgesamt 1.000 reguläre Unterbringungsplätze zur Verfügung stehen. Die Initiative „Menschen für Menschen Doberlug-Kirchhain“ engagiert sich seit dem ersten Tag für die Bewohner. Am 1. Dezember endete die Notunterkunft, seitdem läuft der Regelbetrieb.

Potsdam:
In einer landeseigenen Liegenschaft sind 500 Flüchtlinge untergebracht, darunter viele Familien mit Kindern. Mit Leichtbauhallen wurde die Kapazität erweitert. Auch dieser Standort wurde zunächst im Auftrag des Landes als Notunterkunft betrieben, damit alle in Brandenburg ankommenden Flüchtlinge eine Unterkunft bekommen.

Wünsdorf:
In Wünsdorf bei Zossen sind jetzt die ersten Asylbewerber, ausschließlich Familien, in die drei neu hergerichteten Häuser eingezogen. Insgesamt können knapp 1.000 Flüchtlinge Platz finden in den drei Häusern und einer Wohncontainer-Anlage. Die Kapazität soll bis April 2017 auf insgesamt 1.700 Plätze erweitert werden.

Ferch:
Auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in Ferch gibt es aktuell 280 Plätze für Asylbewerber. Das DRK arbeitet eng zusammen mit dem regionalen Flüchtlingsnetzwerk. Fercher Bürger organisieren Sportveranstaltungen mit den Flüchtlingen und die Kinder treffen sich regelmäßig zu Spielnachmittagen. Als Zeltstadt errichtet, wurden Anfang Oktober Leichtbauhallen für 570 Flüchtlinge auf dem Gelände aufgestellt. Die Kapazität soll auf 1000 erweitert werden.

Notunterkunft Notunterkunft Notunterkunft

© Fotos: Jarkko Mikkonen Finnisch Red Cross (1), Iris Möker

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